Literatur
Kurse (4)
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Gesprächskreis Literatur
Das Wort Zeitenwende hat eine steile Karriere gemacht. Ein guter Grund einmal in der Literatur auf die Suche zu gehen nach Büchern, die eine gesellschaftliche oder literarische Zeitenwende zum Thema haben. Wir beginnen im 20. Jahrhundert mit Irmgard Keun, Ruth Rehmann und Michel Houellebecq. Eine Darstellung der beginnenden Nazizeit, eine skeptische Sicht auf das Wirtschaftswunder und die sarkastische Auseinandersetzung mit der Ökonomisierung der gesamten Gesellschaft in Frankreich.
Drei weitere Bücher suchen wir zusammen im Kurs aus.
Wir lesen in dieser Reihenfolge:
26.3. Irmgard Keun: Nach Mitternacht
16.4. Ruth Rehmann: Illusionen
7.5. Michel Houellebecq: Ausweitung der Kampfzone
Der Gesprächskreis findet alle drei Wochen statt. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen.
Arbeitskreis Literatur
„Das Leben ist gefährlich. Wer lebt, stirbt.“ (St. J. Lec)
In unseren Breiten, wo zu unterschiedlichen Zeiten mit wechselnder Intensität versucht wurde (oder immer noch wird?), das Lebensende tendenziell zu tabuisieren oder ihm zumindest im gelebten Alltag keinen prominenten Platz einzuräumen, sind es nicht zuletzt Schriftsteller*innen, die sich dieses Themas – meist aus eigener unmittelbarer Betroffenheit – mutig, zuweilen auch schonungslos (gegen sich selbst und ihre Leser*innen) annehmen.
Eine deutliche Mehrheit der bisherigen Kursteilnehmer*innen hat sich für vier Publikationen ausgesprochen, die inhaltlich wie formal den Verlust eines nahestehenden Menschen bzw. das eigene bevorstehende Ableben auf höchst differenzierte und individuelle Weise zur Sprache bringen.
Trotz des auch für unseren Kurs ungewöhnlichen Themas werden wir – wo es angebracht und förderlich ist – in bewährter Weise auf Sprache, Stil, Erzählhaltung und Struktur eingehen, um Buselmeiers „außergewöhnlicher lesenswerter Härte“ (FAZ), Austers als bemüht postmodern kritisiertem Roman, Muschgs ‚Niemand‘ bei seiner doppelbödigen Annäherung an sein Grab sowie Gospodinovs – wohl aus Verlegenheit ‚Roman‘ genannten – Geschichte über das Leben und Sterben seines Vaters möglichst gerecht zu werden.
Abschließend und anregend mögen die folgenden Aussagen das Spannungsfeld andeuten, in welchem sich die Autoren bewegen:
„Auch eine Art Leben, über den Tod zu schreiben: man nimmt sich Zeit für die Ewigkeit.“ (L. Fels)
„Seien wir diskret. Fragen wir die Toten nicht danach, ob sie gelebt haben.“ (St. J. Lec)
Wir werden uns – in der Reihenfolge ihres Erscheinens – mit den folgenden Titeln befassen:
Michael Buselmeier: Elisabeth. Ein Abschied. Heidelberg 2021 (Morio), 200 S., 18 €
Paul Auster: Baumgartner. Roman. Hamburg 2023 (Rowohlt), 204 S., 22 €
Adolf Muschg: Nicht mein Leben. Erzählung. München 2025 (C.H.Beck), 176 S., 24 €
Georgi Gospodinov: Der Gärtner und der Tod. Roman. Berlin 2025 (Aufbau), 240 S., 24 €
Der Kurs ist wie immer offen für neue Teilnehmer*innen und freut sich auf intensive Gespräche.
Termine: 26.03., 23.04., 18.06. und 09.07.2026
Eine Reise in die Zeit - Auf den Spuren von Heinrich Heines Harzreise
Der gemeinnützige Verein „Leselust Heidelberg e.V.“ wurde im Herbst 2019 gegründet. Ziel ist es - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung der Stadt Heidelberg als „UNESCO City of Literature“ - über die vielfältigen Literaturinitiativen zu informieren und einzelne Projekte zu unterstützen. Dazu gehören Veranstaltungen, wie zum Beispiel der „Literaturherbst Heidelberg“ und Lesungen mit Autorinnen und Autoren, sowie Vernetzung und Kooperation mit anderen Akteur*innen aus der Literatur- und Kulturszene. In Kooperation mit der Volkshochschule Heidelberg finden die folgenden Veranstaltungen statt.
Vor 200 Jahren erschien die berühmt Harzreise von Heinrich Heine. Sie ist vieles gleichzeitig: Beschreibung einer Wanderung, Satire auf den Tourismus, die Göttinger Universität, romantisch-ironische Naturbeschreibung und Gesellschaftskritik. Heine nannte diese Montage sein „zusammengewürfeltes Lappenwerk“. Einige Passagen dieser wegweisenden Reisebeschreibung schauen wir uns genauer an und sprechen über ihre Wirkungen und Hintergründe. Begleiten Sie den letzten Romantiker auf den sagenumwobenen Brocken. Außerdem können Sie einem anderen Wanderer folgen, der sich auf Heines Spuren bewegt. In dem Roman „Harry, der Sommer und ich“ verlegt Frank Barsch den romantischen Klassiker von Heine ins Hier und Jetzt, mit Themen, die dieser heute vielleicht mit seiner spitzen Feder aufgenommen hätte.
Bitte melden Sie sich telefonisch, per Mail oder online an. Eine Zahlung an der Abendkasse ist nicht möglich.
Privatdetektiv Rolf Apitz: das große Comeback
Der gemeinnützige Verein „Leselust Heidelberg e.V.“ wurde im Herbst 2019 gegründet. Ziel ist es - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung der Stadt Heidelberg als „UNESCO City of Literature“ - über die vielfältigen Literaturinitiativen zu informieren und einzelne Projekte zu unterstützen. Dazu gehören Veranstaltungen, wie zum Beispiel der „Literaturherbst Heidelberg“ und Lesungen mit Autorinnen und Autoren, sowie Vernetzung und Kooperation mit anderen Akteur*innen aus der Literatur- und Kulturszene. In Kooperation mit der Volkshochschule Heidelberg finden die folgenden Veranstaltungen statt.
Bei seinem ersten Auftritt musste Rolf Apitz einiges einstecken. Aber aufgeben war nie eine Option. Jetzt ist er zurück auf der literarischen Bühne. In „Die Spur der Jahre“ kommt es wieder richtig dicke: ein Buch drei Fälle, einer abgründiger als der andere. Apitz ermittelt in der Literatur selbst, im Krimi-Milieu des Mittelalters und im Herzen einer eiskalten KI. Parodie und Satire sind seine Mittel, eine andere Sicht auf die Dinge sein Ziel. Soweit so gut. Doch wie könnte es weitergehen mit Apitz in einer Welt des abnehmenden Lichts? Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken, was ein Privatdetektiv literarisch überhaupt noch ermitteln kann. Oder anders gesagt: Was für eine Rolle die Literatur beziehungsweise der Krimi heute und vor allem morgen noch spielt.